[Rezension] Tödliche Elemente (Die Nacht der tausend Farben #01) - Claudia Rehm

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Emma ist eine Formwandlerin. So wie alle weißen Magier in ihrem sechzehnten Lebensjahr darf sie sich in der Nacht der Tausend Farben zum ersten Mal in ihre tierische Gestalt transformieren. Doch die feierliche Wandlungszeremonie bringt Emma plötzlich in Lebensgefahr. Anstatt sich wie ihre Mitschüler in ein Tier zu transformieren, verwandelt Emma sich in das Element des Feuers. Damit erhält sie eine seltene Gabe, die eine Gefahr für andere Magier ist. Ihre Freunde, Mitschüler und Lehrer wollen Emma lieber tot sehen, als diese gefürchtete Fähigkeit in ihr reifen zu lassen.
Als Harris, ein junger, schwarzer Magier rettend die Hand nach Emma ausstreckt, fasst sie den riskanten Entschluss, Zuflucht auf der schwarzen Seite der magischen Künste zu suchen. Die Ausgelassenheit und Freiheit, die Emma im Reich der schwarzen Magie erlebt, sagen ihrem abenteuerhungrigem Charakter sofort zu. Sie findet nicht nur an ihrem aufregenden Zufluchtsort, sondern auch an Harris, schnell Gefallen.
Schon bald jedoch trifft Emma im Reich der schwarzen Magie auf den einzelgängerischen Caven und findet heraus, dass nicht alles an Harris so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Als Caven kurz darauf spurlos verschwindet, muss Emma sich entscheiden, auf welcher Seite der Magie sie nun tatsächlich stehen will. Auf der Seite der weißen Magie, wo man sie fürchtet und ihr nach dem Leben trachtet, oder auf der Seite der schwarzen Magie, wo Emma sich plötzlich mit einer noch viel größeren Gefahr konfrontiert sieht, als der getötet zu werden.


Der stürmische Meereswind riss an Emmas schwarzen Haaren und stellte mit seinen tosenden Böen immer wieder ihr Gleichgewicht auf die Probe.
 Eigentlich wollte ich die Rezension schreiben, wenn ich wieder gesund bin, aber ich kann es nicht mehr aushalten. Meine Gedanken kreisen nur noch um dieses Buch und ich male mir aus, wie es weiter gehen könnte. Süße Folter nennt man das wohl.
 Aber daran erkenne ich auch, dass mir dieses Buch sehr gefallen hat. Es hat mich von der ersten Sekunde an gefesselt und nach 18 Stunden musste ich auch schon feststellen, dass ich auf der letzten Seite angekommen war. Schlaf nicht mitgerechnet. =D
Ich weiß gar nicht, wie ich meine Gefühle ausdrücken soll. Ich kann euch nur jetzt schon bitten, lest dieses Buch. Es lohnt sich wirklich und ihr werdet nichts bereuen. Keine einzige Seite!

»Ein Element! Sie ist ein Element! Das Element des Feuers!«
Die Geschichte war für mich komplett neu. Ich kannte ähnliche Geschichten, aber nicht in dieser Art. Und das ist schon eine Meisterleistung, da ich bereits relativ viele Jugendbücher gelesen habe. Natürlich kann man nie alle lesen. Aber ich bin froh, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, dieses zu lesen. Die Geschichte in sich wirkte auf mich vollkommen logisch und diese komplett neue Welt konnte sich ohne Probleme vor mir erstrecken.
Auch der rote Faden war für mich absolut klar. Meiner Meinung nach hangelte sich die Geschichte an einer Frage entlang. "Wie soll Emma mit ihren Fähigkeiten zurecht kommen?" Während des ganzen Buches sucht sie eine Möglichkeit und deswegen passieren die Ereignisse doch erst. Deshalb geht sie mit Harris zu den schwarzen Magiern, wo das ganze Theater um ihre Fähigkeiten nicht kleiner, sondern noch größer wird. Besonders als sie feststellt, dass sie nicht die Einzige ist, mit der etwas nicht zu stimmen scheint. 

»Willkommen auf der aufregenden Seite des Lebens
Man muss Harris wahrlich zustimmen. Die schwarze Seite ist die aufregendere, aber ob das positiv ist, ist auch noch so eine Frage. Aber er hat schon mal nicht unrecht. Und genauso wie Harris verspricht, dass die Seite der schwarzen Magie spannend ist, würde ich euch gern versprechen, dass diese Geschichte spannend ist. Natürlich kann ich euren Geschmack nicht einschätzen, aber hier bekommt ihr fast alles. 
Spannung, Liebe, Humor, Wut, Freude, Frust, Erleichterung, Hoffnung, nur keine allzu große Zerstörung von Orten. Aber ich glaube, das braucht dieses Buch auch nicht, um gut zu sein. 
Die Spannung fängt auf der ersten Seite an und verschwindet bis zur letzten nicht. Der Leser erlebt die ganze Geschichte gemeinsam mit Emma und sie weiß auch nicht viel mehr als man selbst. Wenn es neue Dinge für den Leser gibt, erklären die Gedanken von Emma alles oder man ist gemeinsam mit ihr überrascht, worauf das Ganze hinausläuft. Und genau das ist es, was ebenfalls für die Spannung verantwortlich ist. Man tappt genauso lange wie Emma im Dunkeln und muss sich überraschen lassen.
»Emma!«, vernahm sie aus dem Käfig Cavens verzweifelten Schrei.
 Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Sie schreibt so wenig, wie möglich, aber trotzdem so viel, dass man sich die Szenen ausmalen kann und der Geschichte folgen kann. Besonders der große Teil, den man sich selber denken konnte, gefiel mir gut. Ich hatte die Möglichkeit, mir viele Dinge selber auszumalen. Grobe Vorsätze bekam ich. Sie reichten aus, um das Wichtigste zusammen zu fassen, den Rest durfte ich selber zusammenbasteln. Und da ich ein großer Fan von Kopfkino bin, muss ich einfach sagen, dass es toll ist. 
Zudem war alles sehr gut verständlich und ich konnte ohne Probleme folgen. Die Geschichte ging schnell vorwärts, aber nicht zu schnell. Die Details wurden an die richtigen Stellen gesetzt ... 
Kurz und knapp: Perfekt!!!
»Ich habe es mir nicht ausgesucht, ein Element zu sein. [...]«
Emma hat mir als Persönlichkeit sehr gut gefallen. Sie ist wild und strebt nach Freiheit und trotzdem braucht sie ihre Familie und ihre Freunde. Wie Morten es schon sagte: Sie trägt genug der schwarzen Seite in sich, ist aber immer noch eine weiße Magierin. Und genau diese zwei Seiten in ihr machen sie zu dem, was sie ist und es ist sehr interessant zu erleben, wie Herz und Verstand gegeneinander kämpfen. Sie wurde gut beschrieben und auch wenn mir ihre Handlungen manchmal nicht so sehr gefielen, konnte ich sie verstehen, da es ihr Charakter war.
Harris ist dann natürlich eine Nummer für sich. Er ist der gutaussehende Typ, der auf der falschen Seite der Macht steht. Und trotzdem gibt es da so etwas zwischen ihm und Emma. Am Anfang konnte ich ihn gar nicht leiden, aber als ich dann merkte, wie sehr ich mich freute, wenn er wieder auftauchte, wusste ich: Er ist ist mir doch ans Herz gewachsen. Offenbar war sein Leben nicht ganz so einfach, wenn Morten für ihn die Vaterfigur verkörpert. Mich würde es mal wirklich interessieren, wie er aufgewachsen ist und wie es dazu gekommen ist, dass er so ist, wie er im Moment ist. Vielleicht erfährt man im zweiten Teil dann mehr ... =D 
Und dann gibt es da noch Caven. Am Anfang habe ich mir so extrem gewünscht, dass zwischen ihm und Emma was wird, aber dann fing ich an, Harris zu mögen und Caven rutschte in den Hintergrund. Trotzdem ist er ebenfalls eine sehr interessante Persönlichkeit und ich wünsche ihm nichts Anderes als endlich glücklich zu sein. Er hat es verdient. Und hoffentlich findet er noch ein Mädchen, dass zu ihm passt. Mit Manou konnte es ja nichts werden... Schade, eigentlich. 
Erwähnenswert finde ich dann hier noch Robin und Myla. Die beiden waren ebenfalls toll. Sie hatten einen großen Einfluss auf Emma und gaben ihr immer wieder Hinweise, um zur richtigen Entscheidung zu kommen. Für mich waren sie einfach immer wieder in der Rolle des Beschützers, der Emma vor allzu großen Pannen bewahrte. Sie unterstützen sie bedingungslos und das ist genau das, was Emma manchmal braucht.
Deshalb hieß die Nacht, in der junge Formwandler herausfinden durften, in welche tierische Form sie sich wandeln konnten, die Nacht der Tausend Farben.
Das Cover war eins der Dinge, weshalb ich mich sofort entschieden hatte, das Buch zu lesen. Ich meine, guckt euch das an und sagt mir, dass es nicht schön ist! Natürlich gab es schon Bessere, aber dieses Cover ist deswegen trotzdem wunderschön. 
Die Verbindung des Titels ist auch klar. Die Nacht der tausend Farben ist die Nacht für Emma, in der sich alles ändert. Es ist der Beginn der Geschichte und es freut mich, dass dieser Titel so ausgewählt wurde. Auch die Farben stimmen mit der Geschichte überein. Immerhin ist Emma das Element des Feuers! Das Einzige, was mich stört, ist das der Name der Autorin dort unten in der Ecke klebt. Der hätte gern weiter ins Bild rein. Sie kann stolz auf ihre Leistung sein! 


Ich bin so glücklich, dass ich mich dafür entschieden habe, dieses Buch zu lesen. Es ist wunderbar und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Ich weiß nicht wirklich, warum, aber es beschäftigt mich immer noch und ich bin so mega froh, dass es wahrscheinlich einen zweiten Teil geben wird. Euch kann ich dieses Buch nur empfehlen. Lest es und lasst euch von einer Geschichte überzeugen, die euch berührt und die ihr einfach nicht weglegen könnt. 

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